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Historisches Nauenhain

St.-Georgs-Kirche in Nauenhain

Die Kirche gehört zu den prägenden historischen Bauwerken des Dorfes. Ihr heutiges Erscheinungsbild verbindet mittelalterliche Substanz mit den Veränderungen des 19. Jahrhunderts.

⛪ Pfarrkirche seit 1334 belegt🏗 Umbau 1855🎹 Kreutzbach-Orgel von 1893
St.-Georgs-Kirche in Nauenhain mit Kirchturm und Eingang

Romanischer Kern und Umbau von 1855

Die Denkmaldokumentation beschreibt die Kirche als spätklassizistischen Sakralbau mit romanischem Kern. Ursprünglich handelte es sich um eine St.-Georgs-Kapelle; seit 1334 ist Nauenhain als eigenständige Pfarrkirche belegt.

1855 wurde die Kirche umfassend erneuert und stark verändert. Erhalten blieb die Grundidee einer Chorturmkirche: Der Turm steht über dem Chorbereich im Osten. Auffällig sind der quadratische Unterbau, das achteckige Glockengeschoss, die Apsis sowie das romanische Rundbogenportal.

Die Orgel

Für Nauenhain ist eine Orgel von Richard Kreutzbach aus dem Jahr 1893 dokumentiert. Eine kirchliche Quelle nennt eine pneumatische Membranlade mit 11 Registern auf zwei Manualen und Pedal.

Das Geläut der St.-Georgs-Kirche

1813

Historische mittlere Glocke

Die mittlere Glocke stammt aus dem Jahr der Völkerschlacht 1813 und überstand beide Weltkriege.

1921

Neue Bronzeglocken

Nach dem Verlust zweier Glocken im Ersten Weltkrieg wurden Ersatzglocken gegossen. Die kleine Glocke wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgebracht.

2020/2021

Der Dreiklang kehrt zurück

2020 wurde eine neue große Glocke gegossen. Seit Ostern 2021 erklingt das dreistimmige Geläut wieder vollständig.

Bilder

Quellen & Einordnung

Für die Baugeschichte werden unter anderem die Ortsbeschreibung der Stadt Geithain, Denkmaldokumentationen sowie kirchliche Quellen verwendet. Angaben zum Geläut stammen aus den im Geschichtsbereich verlinkten Quellen.

Redaktionell erweitert: September 2026